DER RÜCKGANG DER FRUCHTBARKEIT IN EINEM SICH VERÄNDERNDEN GESELLSCHAFTLICHEN KONTEXT
Am Dienstag, dem 7. Juli, eröffnete das IBSA-Symposium «Tackling fertility decline in a changing society» eine Diskussion über die aufgeschobene Elternschaft und deren Auswirkungen auf die reproduktive Gesundheit.
Unter der Moderation von Prof. Anja Pinborg (Dänemark) und Prof. Richard Anderson (Grossbritannien) traf in dieser Sitzung ein interdisziplinäres Fachgremium auf international führende Experten, die die Komplexität und die Schwierigkeiten erörterten, mit denen das klinische Team und die Patienten täglich im Rahmen der assistierten Reproduktion konfrontiert sind, und dabei die Bedeutung der psychologischen Unterstützung hervorhoben.
Das Alter der Mutter wird manchmal unterschätzt, stellt jedoch den wichtigsten Faktor für den Ausgang einer Schwangerschaft dar und beeinflusst direkt die Qualität der Eizellen sowie die Entwicklung des Embryos. Wie während des Symposiums deutlich wurde, stellen Aufklärung und Bewusstsein in Bezug auf die Fruchtbarkeit eine neue Herausforderung dar, um diese Informationslücke zu schliessen.
Angesichts dieser Herausforderungen reicht eine rein medizinische Reaktion zu einem späten Zeitpunkt möglicherweise nicht aus. Daher ergibt sich die Notwendigkeit eines umfassenderen und proaktiveren Ansatzes, einer Behandlungsphilosophie, die fundierte Informationen mit massgeschneiderten Therapieplänen verbindet, die den biologischen Rhythmen des Körpers Rechnung tragen und Paare in jeder Phase ihres Weges begleiten.